Alles Begann vor ca. 2 Jahren als ich mit dem Krafttraining
begonnen habe. Ich las zahlreiche Fitnessartikeln und Zeitschriften, in denen
die Ernährung ein riesen Thema war. Mir wurde nach einigen Wochen bewusst, dass
ich mit der jetzigen Ernährung keine großen Erfolge erzielen würde. Dort und da
mal eine Schokolade, unregelmäßiges Essen, Ausnahmen, 5 kleine Cheatmeals in
der Woche, hin und wieder Heißhungerattacken und und und. Die Fragen häuften
sich in meinem Kopf!
Ich war verwirrter denn je, da sich die Meinungen in dieser
Branche gewaltig spalten. Ich begann nach und nach meine Ernährung der „Fitnessernährung“,
die man häufig in Ernährungsplänen von Fitnessathleten und Fitnessmodels finden
kann, umzustellen. Das heißt: Milch oder Joghurt mit Haferflocken und Obst zum
Frühstück, einen Snack bestehend aus Nüssen, Fitnessriegeln oder Obst, Mittag: Kartoffeln,
Nudel, Reis, Putenfleisch, Fisch, Gemüse, Salat und abends Vollkornbrot,
Gemüse, Topfen, Käse, Schinken, Cottage Cheese und nicht zu vergessen
Eiweißshakes mit Milch nach dem Training. Also sehr viele Milchprodukte und
Rohkost. Hört sich erstmals nicht schlecht an, ich dachte auch, dass ich alles
richtige mache und mein Körper all diese Produkte benötigt und auch verträgt.
Doch irgendwie fühlte ich mich in meinem Körper ganz und gar nicht wohl.. Ich
fühlte mich aufgebläht, wie wenn sich jedes Gramm an meinen Körper anlegen
würde, obwohl meine Ernährung, mit ein paar Ausnahmen eigentlich nicht zu
kritisieren war.
Bis zu dem Tag an dem ich mich mit der Ganzheitsmedizin zu
beschäftigen begann. Grob beschrieben
bevorzugt diese keine rohen Gerichte, Milchprodukte sollten möglichst
weggelassen werden, Zucker und Mehl sollte vermieden werden. Schaut auf den
ersten Blick unmöglich und ziemlich eingeschränkt aus. Die ersten Tage musste
ich mich auch erstmal an das warme Breifrühstück, keinen Zucker, keine Milchprodukte( was für mich bis dahin
unmöglich erschien), kein Brot und nichts Rohes, gewöhnen. Ich dachte, dass ich das niemals durchziehen
würde, da diese Weise so gegensätzlich
zu meiner bisherigen Ernährung war. Also keine Shakes, sondern alternative
Eiweißlieferanten und dreimal am Tag warm. Schon nach 2 Tagen fühlte ich mich
wesentlich besser, also weniger aufgebläht und ich hatte mehr Energie.
Nach einigen Wochen wurde mir bewusst, dass das die auf
meinen Körper am besten abgestimmte Ernährung ist. Natürlich habe ich in den
ersten Wochen hin und wieder mal Zucker gegessen, doch habe ich es von Woche zu
Woche reduziert und esse mittlerweile höchstens ein bis zweimal im Monat ein
bisschen etwas, da mein Körper nicht mehr danach verlangt, weil ich die
Nebenwirkungen jedes Mal zu spüren bekomme. Kopfweh, Energielosigkeit, Unwohl
sein ist die Strafe dafür. Ich vergleiche Zucker immer mit einer Droge. Je mehr
ein Körper gewohnt ist, desto stärker verlangt er danach und man steht auch in
einer gewissen Abhängigkeit dazu.
Der Großteil der Bevölkerung bekommt das erst gar nicht mit, da man jeden Tag die Dosis
in der Ernährung erhält und der Körper dran gewöhnt ist. Lässt man nun 2 Wochen
den Zucker weg, reagiert der Körper nach seiner „Entwöhnung“ viel stärker
drauf. Das kann man natürlich mit allen Lebensmitteln versuchen und man findet
nach ein paar Tagen heraus, was der Körper eigentlich wirklich verträgt. Macht
man das mit Reis, Kartoffeln, Fleisch, Fisch,… wird man nichts merken, da diese
der Körper für den täglichen Energiehaushalt benötigt. Bei Milchprodukten war
es bei mir am Auffälligsten, da ich gemerkt habe, dass diese mein Körper nicht
wirklich braucht und eher abstößt. Nach kurzer Zeit der Milchabsenz steigerten
sich meine Laufleistungen enorm, da sie mich stark verschleimte und mir so das
Laufen durch ständiges Räuspern erschwerte. Mittlerweile gehört laufen zu
meinem täglichen Programm, das ich auch mit Spaß absolviere, was vorher nicht
der Fall war.
Meine Leistungen im Krafttraining steigen durch diese
Ernährung täglich. Ich zähle nie meine Kalorien und esse auch Portionen die
mich satt machen, ich achte nur verstärkt, was ich esse. Ab und zu einen
Cheatday einzulegen, ist sogar gut für den Stoffwechsel. Denn durch eine zu
hohe negative Kalorienzufuhr hat der Körper nicht ausreichend Energie um die
Leistungen während des Trainings zu erbringen und Muskelmasse wird gleichzeitig
abgebaut. Ich esse 3 Mahlzeiten am Tag,
um meinen Körper in den 4 Stunden dazwischen genug Zeit zum Verdauen zu geben
und trinke mindestens 2 ½ Liter (Wasser, Tee, Magnesium-, Calzium,
Eisentabletten ohne Zuckerzusatz) am Tag.
Zusammenfassend muss jeder
für sich selbst seine individuelle Ernährung ausprobieren und auf seinen Körper
hören, dass unsere Gesellschaft heutzutage leider vernachlässigt, da wir durch
Werbungen und Lebensstile zunehmend geblendet werden. Also mehr auf den Körper
hören und zweimal schauen was man isst.
Nachfolgend werde ich immer wieder gesunde Rezepte,
Trainingstipps aus meiner eigenen Erfahrung teilen.
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