Montag, 8. Dezember 2014

Mein Weg der Ernährung

Alles Begann vor ca. 2 Jahren als ich mit dem Krafttraining begonnen habe. Ich las zahlreiche Fitnessartikeln und Zeitschriften, in denen die Ernährung ein riesen Thema war. Mir wurde nach einigen Wochen bewusst, dass ich mit der jetzigen Ernährung keine großen Erfolge erzielen würde. Dort und da mal eine Schokolade, unregelmäßiges Essen, Ausnahmen, 5 kleine Cheatmeals in der Woche, hin und wieder Heißhungerattacken und und und. Die Fragen häuften sich in meinem Kopf!
Ich war verwirrter denn je, da sich die Meinungen in dieser Branche gewaltig spalten. Ich begann nach und nach meine Ernährung der „Fitnessernährung“, die man häufig in Ernährungsplänen von Fitnessathleten und Fitnessmodels finden kann, umzustellen. Das heißt: Milch oder Joghurt mit Haferflocken und Obst zum Frühstück, einen Snack bestehend aus Nüssen, Fitnessriegeln oder Obst, Mittag: Kartoffeln, Nudel, Reis, Putenfleisch, Fisch, Gemüse, Salat und abends Vollkornbrot, Gemüse, Topfen, Käse, Schinken, Cottage Cheese und nicht zu vergessen Eiweißshakes mit Milch nach dem Training. Also sehr viele Milchprodukte und Rohkost. Hört sich erstmals nicht schlecht an, ich dachte auch, dass ich alles richtige mache und mein Körper all diese Produkte benötigt und auch verträgt. Doch irgendwie fühlte ich mich in meinem Körper ganz und gar nicht wohl.. Ich fühlte mich aufgebläht, wie wenn sich jedes Gramm an meinen Körper anlegen würde, obwohl meine Ernährung, mit ein paar Ausnahmen eigentlich nicht zu kritisieren war.
Bis zu dem Tag an dem ich mich mit der Ganzheitsmedizin zu beschäftigen begann. Grob beschrieben  bevorzugt diese keine rohen Gerichte, Milchprodukte sollten möglichst weggelassen werden, Zucker und Mehl sollte vermieden werden. Schaut auf den ersten Blick unmöglich und ziemlich eingeschränkt aus. Die ersten Tage musste ich mich auch erstmal an das warme Breifrühstück,  keinen Zucker, keine  Milchprodukte( was für mich bis dahin unmöglich erschien), kein Brot und nichts Rohes,  gewöhnen. Ich dachte, dass ich das niemals durchziehen würde, da diese Weise  so gegensätzlich zu meiner bisherigen Ernährung war. Also keine Shakes, sondern alternative Eiweißlieferanten und dreimal am Tag warm. Schon nach 2 Tagen fühlte ich mich wesentlich besser, also weniger aufgebläht und ich hatte mehr Energie.
Nach einigen Wochen wurde mir bewusst, dass das die auf meinen Körper am besten abgestimmte Ernährung ist. Natürlich habe ich in den ersten Wochen hin und wieder mal Zucker gegessen, doch habe ich es von Woche zu Woche reduziert und esse mittlerweile höchstens ein bis zweimal im Monat ein bisschen etwas, da mein Körper nicht mehr danach verlangt, weil ich die Nebenwirkungen jedes Mal zu spüren bekomme. Kopfweh, Energielosigkeit, Unwohl sein ist die Strafe dafür. Ich vergleiche Zucker immer mit einer Droge. Je mehr ein Körper gewohnt ist, desto stärker verlangt er danach und man steht auch in einer gewissen Abhängigkeit dazu.
Der Großteil der Bevölkerung bekommt das  erst gar nicht mit, da man jeden Tag die Dosis in der Ernährung erhält und der Körper dran gewöhnt ist. Lässt man nun 2 Wochen den Zucker weg, reagiert der Körper nach seiner „Entwöhnung“ viel stärker drauf. Das kann man natürlich mit allen Lebensmitteln versuchen und man findet nach ein paar Tagen heraus, was der Körper eigentlich wirklich verträgt. Macht man das mit Reis, Kartoffeln, Fleisch, Fisch,… wird man nichts merken, da diese der Körper für den täglichen Energiehaushalt benötigt. Bei Milchprodukten war es bei mir am Auffälligsten, da ich gemerkt habe, dass diese mein Körper nicht wirklich braucht und eher abstößt. Nach kurzer Zeit der Milchabsenz steigerten sich meine Laufleistungen enorm, da sie mich stark verschleimte und mir so das Laufen durch ständiges Räuspern erschwerte. Mittlerweile gehört laufen zu meinem täglichen Programm, das ich auch mit Spaß absolviere, was vorher nicht der Fall war.
Meine Leistungen im Krafttraining steigen durch diese Ernährung täglich. Ich zähle nie meine Kalorien und esse auch Portionen die mich satt machen, ich achte nur verstärkt, was ich esse. Ab und zu einen Cheatday einzulegen, ist sogar gut für den Stoffwechsel. Denn durch eine zu hohe negative Kalorienzufuhr hat der Körper nicht ausreichend Energie um die Leistungen während des Trainings zu erbringen und Muskelmasse wird gleichzeitig abgebaut.  Ich esse 3 Mahlzeiten am Tag, um meinen Körper in den 4 Stunden dazwischen genug Zeit zum Verdauen zu geben und trinke mindestens 2 ½ Liter (Wasser, Tee, Magnesium-, Calzium, Eisentabletten ohne Zuckerzusatz) am Tag.
Zusammenfassend muss jeder für sich selbst seine individuelle Ernährung ausprobieren und auf seinen Körper hören, dass unsere Gesellschaft heutzutage leider vernachlässigt, da wir durch Werbungen und Lebensstile zunehmend geblendet werden. Also mehr auf den Körper hören und zweimal schauen was man isst.

Nachfolgend werde ich immer wieder gesunde Rezepte, Trainingstipps aus meiner eigenen Erfahrung teilen.

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